WUT ALS MATERIAL AUSSTELLUNG 

Am 23. April durften wir unsere Arbeiten im Kulturverein DH5 präsentieren und gemeinsam feiern.  

Inhaltlich zog sich dabei ein gemeinsames Thema durch alle Arbeiten: Wut. Nicht als etwas Negatives, sondern als Energie, als Ausgangspunkt und als Material, mit dem gearbeitet werden kann. Durch die offene Zusammenarbeit wurde es möglich, unsere Vision von „Wut als Material“ real umzusetzen und unserer Wut Ausdruck zu verleihen. 

Die Ausstellung vereinte unterschiedlichste Projekte und Medien. Zu sehen waren Poster, Posterserien, Installationen, auditive Elemente und Animationen. Jede*r Artist hatte den Mut, persönliche und gesellschaftliche Themen sichtbar zu machen und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen.Inhaltlich beschäftigten sich die Arbeiten unter anderem mit Wohnungsnot in München, Körperbildern, Schönheitsidealen, Klimakrise, Gewalt und Kapitalismus. Arbeiten wie „It’s a Girl’s Shirt now!“ setzen sich mit Geschlechterklischees in der Mode auseinander und legten die Absurdität geschlechtlich codierter Kleidung offen. Ebenso wurden Arbeiten gezeigt, die sich mit der Sexualisierung des weiblichen Körpers im Kontext von „Free the Nipple“ sowie mit Protest und Widerstand anhand des One-Piece-Zeichens unter dem Titel „Viva la revolución“ auseinandersetzen. 

Die Zusammenarbeit mit dem DH5 Kulturverein war ein wundervolles Erlebnis. Von Anfang an war spürbar, wie viel Leidenschaft für Kultur dort steckt und wie offen gemeinsames Arbeiten gelebt wird. Dieses Vertrauen und die Selbstverständlichkeit, Dinge einfach entstehen zu lassen, haben vieles möglich gemacht. Konzeptionell ist es uns gelungen, unsere Vision in die Realität umzusetzen. Dadurch konnten wir auch unserem Guest Artist Mario Mureșan einen Space geben und seine Arbeiten zeigen, wodurch die Ausstellung zusätzlich erweitert und bereichert wurde. Vielen Dank dafür! 

Der Abend wurde zu einer Feier für die letzten Monate, für den gemeinsamen Prozess und für alles, was entstanden ist. Man hat gespürt, wie viel Zeit, Gedanken und Arbeit in jedem einzelnen Projekt stecken. Der Abend war geprägt von vielen guten Gespräche, gegenseitige Wertschätzung und ehrliche Begeisterung für die Arbeiten aller Beteiligten. Genau dieses gemeinsame Zusammenkommen machte den Abend zu etwas Besonderem. 

CREDITS:

Text von Luisa Geyrecker

Fotos von Alicia Grimm, Jennifer Pauli