Welttag des Buches

Vor 30 Jahren ist der 23. April von der UNESCO zum Welttag des Buches ernannt worden. Das Datum markiert den Todestag zweier bedeutender Figuren der Literaturgeschichte – William Shakespeare und Miguel de Cervantes. Die Tradition an diesem Tag zu Ehren des Volksheiligen Sant Jordi Bücher und Rosen zu verschenken, stammt ursprünglich aus Katalonien und wird heute in verschiedensten Ländern rund um den Globus weitergeführt, um so das Lesen und die Rechte von Autor:innen zu fördern.

In Kooperation mit der Fachgruppe Buch- & Medienwirtschaft der WKO Oberösterreich durften wir heuer ein komplett neues Sujet rund um dieses Thema entwerfen.

Bei der Entwicklung des Designs waren unserer Kreativität kaum Grenzen gesetzt, was man an den vielen höchst unterschiedlichen Endvorschlägen, erkennen kann. Jeder hatte eine etwas andere Herangehensweise an das Thema und konnte seine eigene Persönlichkeit und Vorlieben in sein Konzept einbringen.

Die einzigen Vorgaben, an die wir uns halten mussten, war es im Design eine Rose, sowie den Spruch „A rose for love, a book forever.“ zu inkludieren, was auf die katalanische Tradition zurückzuführen ist. Weiters war es wichtig ein Design zu kreieren, welches zeitlos ist, damit das Plakat über die nächsten Jahre verwendet werden kann, und auch eine breite Zielgruppe an Menschen anspricht – Leseratten findet man schließlich in allen Geschlechtern und Altersgruppen.

Eine Auswahl unserer Entwürfe wurde schließlich in der WKO präsentiert. Jedes davon hatte seine eigenen individuellen Stärken, was unsere Auftraggeber vor die schwierige Aufgabe stellte, sich für eines davon entscheiden zu müssen.

Das endgültige Design, das ausgewählt wurde. spielt mit vielen verschiedenen Kontrasten. Zum einen die Gegensätzlichkeit der Schrift und den bunten Elementen im Vordergrund zu dem schwarzen Hintergrund, zum anderen auch die Mischung, die sich aus der minimalistischen Typografie und den herunterpurzelnden Büchern ergibt, die dem Plakat wiederum einen verspielteren Charakter verleihen.

Als die Entscheidung stand, ging es zunächst daran einige Kleinigkeiten anhand der Verbesserungsvorschläge des Kunden anzupassen, und die Dokumente anschließend für die Druckerei vorzubereiten. Da der Welttag des Buches bereits in kaum zwei Monaten vor der Tür stand, und die Deadline für den Druck nicht weit in der Zukunft lag, musste effizient gearbeitet werden, damit auch alles rechtzeitig fertiggestellt werden konnte und es nicht in letzter Minute zu Stress führen würde.

Das Projekt umfasst eine Reihe an Drucksorten: Einmal ein doppelseitiges Plakat, mit einer allgemeinen und einer leicht abgewandelten Version, welche Buchhändlern, die Möglichkeit gibt, Termine zu Lesungen etc. selbst einzutragen. Weiters eine Avisokarte im Format A5, die ebenfalls Informationen zu Events mitteilt und von Buchliebhabern mit nach Hause genommen werden kann. Als kleine Mitgebsel wurden auch noch Lesezeichen und Aufkleber für Schokotaler designt.

In weiterer Folge wurde auch eine neue, zum Design passende Grafiken für die Webpage und ein digitales Infoboard erstellt, sowie ein Bild für etwaige Facebook-Beiträge von Buchhändlern.

Die Plakate, Avisokarten und Lesezeichen sind bereits gedruckt und ich durfte sich auch bereits in der Hand halten und bewundern. Auch das Bild auf der Webpage wurde bereits ausgetauscht.

Aktuell ist das Projekt in seiner Endphase und es geht noch daran ein Inserat für die Titelseite der OÖN-Beilage „Was ist los?“ fertigzustellen, welches im April zu sehen sein wird. An dem Projekt zu arbeiten, gab mir nicht nur die Möglichkeit mich kreativ auszutoben, sondern auch mich im Bereich der Druckvorstufe weiterzubilden. Im Laufe meiner Schulzeit habe ich vorwiegend an fiktiven Projekten gearbeitet, bei denen man sich auch den einen oder anderen Fehler erlauben durfte, doch nun war es essenziell, die Dokumenteinstellungen genau zu beachten, alles sinnvoll zu benennen und alles doppelt und dreifach zu überprüfen. Alles in allem war es also eine bereichernde Erfahrung, an einem so breitgefächerten Projekt arbeiten zu dürfen, was aus Druck- und auch Webelementen bestand.

CREDITS:

Text von Josefine Koller

Foto von Leonie Peherstorfer