Ein Einblick hinter die AEC-Fassade 

Im Rahmen des Nextcomic Festivals bespielt die Meister:innenschule für Kommunikationsdesign erneut den urbanen Raum. Unter dem Thema „Am I AI?“ wird die Fassade des Ars Electronica Centers zur Projektionsfläche für visuelle Statements an der Schnittstelle von Mensch, Technologie und Gestaltung. 

Die LED-bestückte Fassade erfordert eine radikal reduzierte Bildsprache: Inhalte entstehen in einer groben Pixelmatrix, Feinheiten weichen klaren Formen und prägnanten Aussagen. Diese visuelle Verdichtung verlagert den Comic aus dem Seitenformat in den Stadtraum – und macht Reduktion selbst zum gestalterischen Prinzip. 

Bereits zum zweiten Mal darf die MKD im Rahmen der Nextcomic-Ausstellung die Fassade des Ars Electronica Centers bespielen – eine seltene Gelegenheit, mit einer großformatigen, öffentlichen Leinwand zu arbeiten. Der Einstieg ins Projekt begann mit gemeinsamen Besprechungen in der Klasse sowie Einblicken in die Umsetzung der Studierenden des Vorjahres. Technische Grundlagen wie eine 3D-Grafik der Fassade ermöglichten einen raschen Start in die Konzeption – vorausgesetzt, die passende Idee war gefunden. 

Diese knüpft an das interne Comicthema „Am I AI?“ an, das nun auf die besondere Struktur der Fassade übersetzt wird. Das starre Raster und das ungewöhnliche Seitenverhältnis verlangen eine stark verpixelte, reduzierte Gestaltung – ungewohnt, aber bewusst als Herausforderung angenommen. 

Begleitend dazu besuchte die Klasse das Ars Electronica Futurelab, das das Projekt unterstützt. Zwei Mitarbeiter:innen gaben anhand ausgewählter Arbeiten Einblicke in ihren Arbeitsalltag und zeigten, wie sich kreative Konzepte und technologische Prozesse verbinden lassen. Ergänzt durch eine Fragerunde zu technischen Details und eine Besichtigung der Fassadenbespielung des Vorjahres – diesmal aus nächster Nähe – entstand ein konkretes Verständnis für Maßstab, Wirkung und Möglichkeiten des Mediums. 

Mit diesen Eindrücken kehrten die Studierenden an ihre Entwürfe zurück – motiviert, den Stadtraum mit eigenen visuellen Ideen zu bespielen. 

CREDITS:

Text von Franziska Maxwald 

Fotos von Annika Czuday, Scarlett Sailer