Am 17. Dezember bekamen wir die Gelegenheit, einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Druckerei Gutenberg zu werfen, die sich mitten von Linz, nur wenige Schritte von der HTL1 entfernt, befindet. Um möglichst viele Eindrücke mitzunehmen, wurden wir zu Beginn in zwei Gruppen aufgeteilt: Während eine Gruppe mit Robert Schmolmüller und einem Image-Film in den Besuch startete, erkundete die andere Gruppe mit Thomas Rauch bereits die Produktionsstrecken der Druckerei – danach wurde gewechselt. Fun Fact: Sie haben eines der alten Dienstfahrzeuge ausgestellt, ein Puch-Motorrad 250 TF aus 1952. (So cool!) Und es ist noch funktionstüchtig.
Besonders in Erinnerung blieb der witzige Image-Film, der sich mit einer humorvollen, von Sherlock Holmes inspirierten, Detektivgeschichte deutlich von klassischen „Wir sind so toll!“-Werbevideos abhob. Die professionelle Videoproduktion und das überzeugende Schauspiel verliehen dem Werbefilm viel Charakter. Ich werde das Video aufgrund des Humors definitiv lange im Kopf behalten.
Der anschließende Rundgang durch die Produktionshallen waren zwar von ordentlich Maschinenlärm begleitet, was das Zuhören nicht immer einfach machte, dafür aber umso spannender. In der Druck-Etage konnten wir riesige Papierrollen bestaunen und erleben, mit welcher Geschwindigkeit hier gearbeitet wird: Es können rund 20.000 Bögen Papier pro Stunde bedruckt werden. (Anscheinend haben sie damit sogar einen Rekord in Österreich aufgestellt, wie cool ist das denn bitte??) Außerdem fiel uns das ausgeklügelte Raumklima auf – Luftbefeuchter sorgen regelmäßig für eine konstante Luftfeuchtigkeit, die für den Druckprozess essenziell ist. Dies hat mir Elektrostatik und erhöhten Abtrieb des Papiers zu tun, welche sich negativ auf den Druckprozess auswirken können.
Ein Stockwerk höher warteten weitere Maschinen zum Zuschneiden, Falten, Tackern und Stanzen. Insgesamt wurde schnell klar: Die Druckerei Gutenberg ist technisch bestens ausgestattet. Trotz „nur“ 65 Mitarbeiter:innen läuft der Betrieb auf Hochtouren. Besonders beeindruckend war die Information, dass die Wartung der zahlreichen Maschinen größtenteils von nur zwei Personen übernommen wird – unterstützt durch regelmäßige externe Check-ups.
Ein Besuch, der definitiv gezeigt hat, wie viel Know-how, Technik und Präzision hinter einem scheinbar einfachen Druckprodukt steckt.




CREDITS:
Text von Mal Daichendt
Fotos von Scarlett Sailer