„Der erste Eindruck zählt am meisten.“ Der Portfolio Check. 

„Der erste Eindruck zählt am meisten.“ – ein Satz, den wir alle kennen, der aber gerade in der Kreativbranche zusätzliches Gewicht hat. Denn Design-Portfolios sind für potenzielle Arbeitgeber:innen der ausschlaggebende Punkt im Bewerbungsprozess. Es ist die Chance uns selbst, unsere Kreativität und Arbeitsweise zu präsentieren und das Gegenüber in Minutenschnelle zu überzeugen. Am 6.11.2025 hatte die MKD die Möglichkeit, beim diesjährigen Portfolio Check & Talk der Creative Region in der Tabakfabrik dabei zu sein. Im Gespräch mit Barbara Oppelt, Head of Studio der Agentur Zunder und Sargon Mikhaeel, dem Gründer und Geschäftsführer der Agentur Artgroup, haben wir viel gelernt.  

Hier sind unsere Top-Tipps, die wir uns für die Erstellung des eigenen Design-Portflios mitgenommen haben: 

Qualität statt Quantität: Es geht weniger darum, möglichst viele Projekte zu zeigen, sondern die richtigen – jene, die uns wirklich repräsentieren und gleichzeitig eine gewisse Bandbreite an Fähigkeiten abbilden. Ebenso zentral ist die Bild- und Mockup-Strategie: großzügig, klar und hochwertig sollte sie sein, damit unsere Arbeiten auf den ersten Blick wirken können. Digitale Portfolios liegen im Trend: Eine weitere interessante Erkenntnis war, dass ein Großteil der Portfolios auch aufgrund der Usability mittlerweile digital bereitgestellt werden und analoge Mappen immer seltener im Bewerbungskontext anzutreffen sind. Das bedeutet nicht, dass analoge Portfolios eine veraltete Präsentationsform sind, aber man sollte bewusst entscheiden, für welchen Zweck welche Präsentationsweise sinnvoll ist. So kann ein klassisches Print-Portfolio für einen Social-Media-Job zum Knock-Out-Kriterium werden, aber bei der Bewerbung für einen Studienplatz an einer Kunstuniversität genau das richtige sein. 
Transparenz bei Teamprojekten: Kurz zu erklären, welchen Teil man bei größeren Projekten beigetragen hat, schafft Klarheit und hilft Arbeitgeber:innen, die eigene Rolle im Prozess besser einzuordnen. 

Als weiteres Veranstaltungshighlight folgte nach dem Talk ein Portfolio-Check – quasi ein Speed-Dating für Kreative. Wir hatten die Chance, unsere aktuellen Portfolios einem der Talk-Gäste jeweils für fünf Minuten präsentieren zu dürfen. In dieser Zeit bekamen wir ehrliches und vor allem konstruktives Feedback, das uns wirklich weitergebracht hat. Dieser inspirierende Abend hat uns gezeigt: Das Portfolio ist keine bloße Sammlung von Arbeiten, sondern unsere persönliche kreative Visitenkarte. 

CREDITS:

Text von Christina Blantz

Fotos von Mal Daichendt