VIENNA CALLING: VOM PIKTOGRAMM ZUM CATWALK

Um uns für den diesjährigen MKD Katalog Inspiration zu holen sind wir nach Wien gefahren. Unser erster Stopp war das MAK, das Museum für angewandte Kunst, mit einer Ausstellung zu Helmut Lang. Ein kontroverserer Mode Designer aus den 90ern, der eine experimentelle und medienübergreifende Art des Marketings forcierte. Unter anderem, seinen Namen auf New Yorker Cabs, den Taxis der Stadt installierte und dies ohne jede weitere Erklärung oder Verweise auf seine Kollektionen tat. Fahrende Werbemittel außerhalb damaliger Design Guidelines! 

Der nächste Stopp unseres Wien Ausflugs war das Wien Museum, welches wir zu Fuß gut erreichten, man kann sich ja schließlich nicht das Sightseeing entgehen lassen. Die Oper, die Karlskirche, die Schienen. – Die sind ja schließlich auch anders als in Linz mit einer Spurweite von 1435 mm nicht wie in Linz mit 900 mm – Anyway. 

Die Ausstellung Isotype oder International System of Typographic Picture Education (deutsch: Internationales System Bildhafter Erziehung) zeigte die Wiener Bildsprache von Otto Neurath, die zu Beginn des 20. Jh. entwickelt wurde und sich rasch in weitere Städte ausgebreitete: Berlin, London, Moskau… Geschätzt haben wir auch die interaktiven Teile der Ausstellung: man konnte sich selbst in der bildhaften Kommunikation der Piktogramme versuchen. 

Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit die laufenden Ausstellungen im MAK individuell zu besuchen, wie beispielsweise 100 beste Plakate. Ich persönlich habe mich für Bugholz, vielschichtig. Thonet und das moderne Möbeldesign entschieden, weil ich Fan von Thonet-Stühlen bin. 
Nach all den Impulsen ging es – gleichermaßen erschöpft wie inspiriert – zurück nach Linz. 
Eines ist sicher: Die neuen Denkanstöße tragen bereits Früchte. In der MKD wird schon fleißig am neuen Katalog gefeilt. Stay tuned! 

CREDITS:

Text von Mal Daichendt

Fotos von Katharina Schulz