Workshop mit Martin Haas

Anfang November fand ein zweiteiliger Workshop in der MKD mit Martin Haas statt. An zwei Tagen haben wir einen Einblick in den Job des Texters bekommen und selbst unsere teils versteckten Talente ausprobieren dürfen. Martin Haas, ein eindrucksvoller, schlauer und sehr sympathischer Mensch, der uns mit seinem Wissen gutes Feedback geben konnte, entwickelte mit uns Text- und Konzeptideen, die zum Nachdenken oder zum Schmunzeln anregen sollen. 

In der Zeit des Workshops wurde die MKD in zwei Gruppen geteilt, um jeweils ein Projekt für „Gönnung“ by MARIE zu entwickeln. Einmal einen Aprilscherz und passend zur Jahreszeit einen Adventkalender gefüllt mit den Munchies von „Gönnung“ by MARIE. 

Jedem einzelnen in der Gruppe wurde dann eine dezidierte Rolle zugeschrieben, vom Konzeptteam zu Creative Junior Director, bis hin zum Designteam. Im Anschluss begann das Brainstorming für ein Produkt, dass mit den Grenzen der Legalität spielt und gleichzeitig mit schlauer, lustiger Raffinesse überzeugt. Nach überraschend kurzer Zeit entstanden die ersten Ideen für den Adventkalender mit dem vorgegebenen Titel „O du Fröhliche, Ö du Grantige“. Der österreichische Grant in der Weihnachtszeit wird dem fröhlich besinnlichen und entspannten Weihnachten mit „Gönnung“ by Marie gegenübergestellt. Hinter den 4+20 Türchen verbergen sich kleine Überraschungen und pointierte Texte wie „Hände falten – Goschn halten“, die die Kund:innen auf erfrischend humorvolle Weise durch die stressige Anventzeit begleiten sollen.

Parallel dazu arbeitete das Aprilscherz-Team am Projekt „Highway to Heaven“. Die zentrale Figur: der heilige Gönnjamin, der den Konsument:innen göttlich inspirierte Oblaten bringt. Ergänzend wurden humorvolle Videoideen – etwa mit Priestern und Weihrauch – sowie erste Logo- und Verpackungskonzepte entwickelt.

Kiffen, ein gesellschaftlich gern totgeschwiegenes Thema, traf auf kreative Textarbeit und plötzlich wurde es laut, raffiniert und überraschend gut. Der Umgang mit Konsum forderte Mut, Fingerspitzengefühl und die Bereitschaft, auch mal daneben zu greifen, bevor es klickte. Genau darin lag der Reiz. Im Team wurde ausprobiert, verworfen und neu gedacht. Nicht jeder erste Gedanke war ein Volltreffer, aber jeder ein Schritt über den eigenen Tellerrand hinaus. Das tabuisierte Thema Kiffen balancierte konstant zwischen Grenzgang und Wortwitz, herausfordernd, aber umso lustiger, wenn die Konnotation saß. Und so wurde die Zusammenarbeit mit einer Firma, die man zuvor nur vom Hörensagen kannte und die sich rasch als nahbar, inspirierend und ziemlich cool entpuppte, zum Highlight. 

Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie Weiterbildung mehr sein kann als Folien und Frontalbeschallung. Sie kann Spaß machen, zusammenschweißen und zeigen, was entsteht, wenn man sich traut, gemeinsam zu denken, zu lachen und kreativ zu werden.

CREDITS:

Text von Luisa Geyrecker

Fotos von Scarlett Sailer